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| RAGVALOD UND RAGNEDA
Ragvalod, Fürst von Polotzk, taucht sowohl in der belarussischen als auch in der russischen und baltischen Geschichtsschreibung auf. Erwähnung findet er außerdem in skandinavischen Sagas, in einer historischen Abhandlung wurde er sogar mit Rostock in Verbindung gebracht.
Unstrittig ist der Fakt, dass Ragvalod der erste aus Chronikberichten bekannte Fürst des Polotzker Landes war. Er wurde 960 zum Fürsten gewählt. Zu dieser Zeit hatten die Bürger der Stadt noch sehr große Rechte, in einer Art Senat ( der Wetsche ) wurden die wichtigsten Fragen entschieden, u.a. auch die Ernennung oder die Absetzung des Fürsten. Zur Herkunft Ragvalods gibt es zwei Thesen: Die erste geht davon aus, dass er ein Waräger ( ein Wikinger) war, der auf den Polotzker Thron eingeladen wurde. Diese These favorisieren wohl auch die Designer der NBRB, da sie auf der Rückseite der Münze auch ein Wikingerschiff abbildeten. Außerdem gibt es in skandinavischen Sagas einen RAGNVALD, der zu dieser Zeit in der Stadt PALLTESJUBORY (Polotzk) im Land der Kriwitschen (slawischer Stamm auf dem Gebiet des heutigen Belarus) herrschte.
Die zweite These ist weniger spektakulär: Ragvalod ist der Sohn der Fürstin PRADSLAWA, der nach dem Tode seiner Mutter aus der Ferne zurückkehrte.
Über Ragvalod wissen die Geschichtsbücher nicht viel, interessanter war da schon das Leben seiner Tochter RAGNEDA (skandinavisch RAGNHILD, 960 ? – 1000). Polotzk war zu diesem Zeitpunkt bereits eine reiche Stadt und somit interessant für viele gierige Nachbarn. Eroberungen tätigte man üblicherweise durch Heirat oder durch Krieg. Erstere Variante wählte WLADIMIR, ein Fürstensohn aus Kiew, der allerdings von Ragneda abgewiesen wurde. Daraufhin stellte dieser ein Heer auf, zog gegen Polotzk, eroberte die Stadt und tötete Ragvalod (980; andere Quellen sprechen von 970, 975 und auch von 976). Ragneda wurde als Kriegsbeute nach Kiew gebracht. Sie gebar Wladimir sechs Kinder, unter ihnen den zukünftigen Kiewer Großfürsten Jaroslaw den Weisen. Als stolze Fürstentochter war Ragneda mit ihrer Situation natürlich gänzlich unzufrieden und sah in der Ermordung ihres Ehemannes den einzigsten Ausweg. Der Mordversuch schlug fehl, Ragneda wurde mit ihrem jüngsten Sohn ISJASLAWL verbannt in die Nähe des heutigen Minsks.
(Anmerkung am Rande: Der bis dahin heidnische Fürst WLADIMIR nahm kurz nach dem Mordversuch den christlichen Glauben an, christianisierte Russland und wurde später heilig gesprochen.)
Ragneda und ihr Sohn gründeten eine Stadt, die zu Ehren des jungen Fürsten Isjaslawl genannt wurde. Eine Rekonstruktion dieser Stadt, die heute Saslawl heißt, ist auf der Wertseite der Münze abgebildet. Noch heute erinnert vieles an Ragneda, z.B. die Flüsschen Knjaginka (dt. Fürstin) und Tschernitza (dt. Nonne), der Berg (oder besser die Erhebung) Mogila Ragnedy (dt. das Grab der Ragneda), der See Rogned u.v.m.
Ragneda wurde zur Nonne geweiht und starb im Jahr 1000 unter dem Namen GORISLAWA ANASTASIJA.
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| Datum : 09.11.2006 |
| Metall : Ag 925 |
| Durchmesser, mm : 38.61 |
| Feingewicht, g : 31.10 |
| Auflage, St. : 5000 |
Prägeanstalt : CJSC "Lithuanian Mint", Vilnius, Lithuania |
Design : S. Zaskjewitch |
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Ebay-Statistik (Preise in Euro):
| Jahr |
Anzahl |
Durch schnitt |
Min. |
Max. |
| 2006 |
6 |
32,09 |
29,02 |
36,98 |
| 2007 |
13 |
33,03 |
21,50 |
59,62 |
| 2008 |
7 |
32,47 |
20,52 |
42,01 |
| 2009 |
7 |
34,57 |
23,00 |
42,00 |
| 2010 |
6 |
32,55 |
23,00 |
46,30 |
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